Bis jetzt ist echt nichts spannendes passiert. Okay, das Wochenende war wie gesagt schön und gut, aber bis heute, also Dienstag.. hm, egal. Ich sollte lieber darüber berichten, was passiert ist und nicht über das, was nicht.
Wir sind heute mit dem Entschluss, einen Schuhschrank zu kaufen, zu IKEA gefahren und siehe da: Wir haben über 100 Euronen ausgegeben ohne das zu wollen. IKEA verwendet nämlich ganz miese Tricks, um uns dazu zu bringen mehr einzukaufen als wir eigentlich wollen. Aber welcher Supermarkt oder welche sonstige Filiale möchte das denn nicht? Im Wirtschaftsunterricht im letzten Jahr haben wir dieses Prinzip durchgenommen und sind auf folgende Dinge gekommen: Die teuren, qualitativen Kostbarkeiten stehen in einem Supermarktregal immer auf Sichthöhe, die billigen ganz unten und die mittelteuren Produkte oben, was den Zweck hat, dass die Menschen immer erst das teure ansehen, bevor sie sich überhaupt den normalen Dingen widmen. Ich dagegen laufe seither immer so im Supermarkt rum, dass mein Kopf gesenkt ist und ich zuerst die Artikel im untersten Regal ansehe.
Ja, das hat mir in letzter Zeit eine Menge Geld gespart, glaube ich. Zurück bei IKEA hat das Prinzip aber überhaupt keinen Sinn. Diese Produkte sind einfach so schön, dass man sie nicht übersehen kann. Vor allem die kleinen Räumchen, die dort immer stehen, faszinieren mich voll – am meisten die Küchen. Ich war heute mit meinem Vater mindestens zehn Minuten vor einer Küchenschublade gestanden und habe die immer wieder rausgezogen und wieder reingeschoben und das alles nur wegen diesem Effekt, der bei den neuen Küchenschubladen integriert ist. Selbst wenn man die Schublade so zuschlägt, dass man eigentlich denken sollte, dass sie jetzt kaputt ginge, federt dieses Teil auf den letzten paar Zentimetern und die Schublade wird langsam reingezogen. Wunderbar!
Ich habe mir jetzt extra einen Küchenkatalog mitgenommen, dass ich die neuen Küchen ansehen kann. Ich weiß schon genau, wie meine Küche mal aussehen wird, aber das kann sich ja noch alles ändern. Michi wird es ganz schön schwer haben, glaube ich. Die Küche im Haus seiner Familie ist ja auch schon mit so einer neuen Technik und.. wartet ab, bis ich bei ihnen in der Küche stehe und die Schubladen rein und rausziehe.
Thahaha!
Außerdem fliegen, fahren wir mit dem Auto oder zügeln (Zug fahren
) wir demnächst vielleicht (!) in den Urlaub. Bei uns passiert sowas eher spontan. Wir haben auch noch nie einen Urlaub gebucht, sind noch nie in den Urlaub geflogen. Das spontanste Urlaubserlebnis war im Jahre keineAhnung, auf jeden Fall vor 2002, weil meine Patin da nämlich noch dabei war und sie dann gestorben ist
, als ich für meinen Paten Zigaretten vom Automaten holen sollte, ich mit dem Fahrrad bei glatter Fahrbahn dorthin gefahren bin und dann wieder zurückwollte. Mein Cousin war auch dabei und hat alles beobachtet – ich wollte schneller sein als er, bin mit dem Fahrrad ausgerutscht und habe mit meinem rechten Knie gebremst. Die Wunde sieht man übrigens heute immer noch, vielleicht fotografiere ich sie ja mal, oder findet ihr das zu eklig?
Naja, meine Patin hat mich dann von der Straße gerettet, während es aus Eimern geschüttet hat und hat mich nach Hause gefahren. Das war das tollste, das sie für mich gemacht hat.
Ich weiß noch genau, wie ich in ihrem BMW gesessen war und geweint habe, wie nochmal was. Sie hat mich immer wieder beruhigt und getröstet. Daheim angekommen haben meine Eltern das Ganze abgewaschen, eine Salbe draufgeschmiert und einen Verband rumgewickelt. Und jetzt kommt der Hammer. Als ich ins Haus reingehen wollte, kommt mir mein Vater mit unserem Zelt, vier Schlafsäcken und unserem Trolli entgegen und meint, dass ich noch schnell zu Oma gehen soll und mich verabschieden soll, weil wir jetzt in den Urlaub fahren. Nach Frankreich. Yeah! Auf zu Oma, verabschiedet. Bember und Bubel (meine Katzen zu der Zeit) gekuschelt, rausgerannt und mich ins Auto gesetzt und schon ging es los. Süß, oder?

