Zu viel Leben.

Habe momentan mit allem, was nur möglich zu sein scheint, zu tun. Aber ganz im Vordergrund stehen die Geburtstage meiner fast 18-jährigen Freunde, deren Eltern sich unbedingt den Monat August bzw. Dezember aussuchen mussten. Morgen und übermorgen feiern zwei meiner Freundinnen in ihren Geburtstag, nächste Woche ist dann ein Junge dran. So wie es bei uns Tradition ist, ist bisher nur Josi’s Geschenk fertig, obwohl das andere ganz arg viel dringender wäre. Wir müssen also morgen noch die ganzen Materialien besorgen gehen und das in den letzten Stunden zuvor noch regeln, bevor wir dann abends um acht bei Tanja auftauchen können. Lustig, hm. Das ganze Drama hatten wir letztes Jahr schon, als Tanja und ich den Kalender für Anna machen mussten. Dabei war Letztere in ihrem Zimmer gesessen und hat gelesen und wir mussten uns ins Badezimmer verziehen und ihren Kalender fertig basteln. Au weia, was war das für eine Aktion, als wir bemerkten, dass es in fünf Minuten ja schon zwölf war. Puh! :o

Bin heute außerdem erst vom Playground Open-Air in Nennslingen heimgekehrt, nachdem uns ein heftiger Sturm erreicht hatte. Das war mein drittes und womöglich letztes Festival in diesem Jahr und gleichzeitig war es das verregneteste (WTF, was’n das für’n Wort? :D ) Der Freitag war ein bisschen langweilig. Hatten die Band, die Fabian unbedingt sehen wollte, leider fast komplett verpasst und waren dann mehr essen als tanzen. Die Mozzarella-Sticks verfeinerten das ‘Feeling’ schon ein bisschen. Schon für diesen Abend waren einige Gewitter gemeldet, aber es sollte nicht allzu hart werden. Gott sei Dank blieb es aber still und es waren nur immer wieder leichte Tropfen auf den Schultern zu spüren. Um 4 Uhr waren wir dann quasi (fast) alle im Bett, was sich auf den nächsten verschlafenen Tag ausprägte. Jedes Mal, als wir zum Festplatz gelaufen sind, haben wir gegessen und getrunken, nicht wirklich aber den Bands zugehört. Erst als der Auftritt der Ohrbooten dann bevorstand haben wir uns zusammengerissen und uns unter die Menge gestellt – Madame Amelie bewaffnet mit Seifenblasen, die bei tollem Bühnenlicht geniale Effekte waren. War damit also zuständig für den Special Effect während des Auftrittes. Kurz und knapp: Der Auftritt war SO geil. Die Jungs verstanden es, die Menge zum Toben zu bringen. Ich fand die Atmosphäre so unglaublich, dass ich kurzerhand meine schlechte Laune, bedingt durch (m)eine verrückte (beste) Freundin, vergaß und mich nur auf die Musik konzentrierte. Reggae ist und bleibt die beste Tanzmusik. Und Tanzen ist und bleibt etwas, das befreit. Langsam fing es dann an zu regnen, man hörte Donner in der Ferne, war sich aber sicher, dass das wieder nichts werden würde – Fehlalarm. Wir lagen schon im Schlaf, als es nachts plötzlich anfing wie wild zu stürmen. Unser Pavillion flog davon, das Zelt war nicht mehr ganz dicht, trotzdem war es schön warm drin und wir wurden keineswegs nass. Die Schreie außerhalb machten mir allerdings Angst. So etwas wie ‘Hilfe, hilfe. Mein Zelt ist abgebrannt.’ oder ‘Aaaaah, ich sterbe!’ klingt zwar wirklich irgendwo lustig, aber was, wenn es die Person wirklich ernst meint? Ich denke nicht, dass wir das dann noch als Witz bezeichnen können. :D Nun ja. Abgerundet wurde es dann noch dadurch, dass ich Fabi’s zuvor geklauten Stuhl entdeckte – leider zu spät, er war kaputt. Es waren unsere Nachbarn, die uns auch gern hätten fragen können. Ein Haus weiter klauten diese ebenfalls Stühle. Toll! ;)

Wir werden wohl auch in den Urlaub fahren in den Sommerferien. Mama hat Corsica ausgewählt und ich glaube, ich darf mich drauf freuen, nachdem ich bestimmt schon vier Jahre nicht mehr im richtig chilligen Urlaub war. Yay. <3

And there’s a happy ending every single day.

In genau zwei Wochen werde ich bei vorletztes Schuljahr beendet haben und endlich in die letzten Sommerferien entlassen, die ich allein deshalb wenigstens versuchen werde zu genießen. Ich habe etliches vor, aber werde das meiste wohl wieder nicht schaffen, aufgrund von verpeilter Heit. Höhö. Die Seminararbeit muss unbedingt fertig gestellt werden, auch wenn das noch bis November Zeit hat. Habe mich bisher schwer darin getan, Dinge schon lange vorher zu organisieren und fertig zu machen und ob das alles ohne Druck so glatt läuft, bezweifle ich noch, aber ich werde mich mit meinem Ergebnis später hoffentlich zeigen können. Desweiteren haben meine Eltern vor, nach ein paar urlaublosen Jahren eine Woche lang Richtung Italien zu fahren, so wie wir das eigentlich immer gemacht haben. Mal sehen, wie das funktioniert. Außerdem möchte ich gerne ganz viel Zeit mit meinem Freund verbringen, wenn uns diese schon zur Verfügung steht. Das Erste, was wir gemeinsam tun werden, ist das nächste Festival – Playground Open Air in Nennslingen. Dass man die Ohrbooten auch mal gehört hat.

Am Freitag war die vocatium2011, eine Berufsmesse für junge Menschen, die uns durch Beratungsgespräche ein wenig tiefer in die Berufswelt einbringen wollte. Man musste sich für diese Gespräche schon vor drei Monate anmelden, hatte drei Kreuze zur Verfügung, die dorthin zu setzen waren, wo auch die Interessen lagen. Ich habe mich für Design und Architektur, Medien- und Kommunikationsdesign und für Webdesign eingetragen gehabt und bin leider immer noch nicht schlauer. Ich habe allerdings gelernt, dass Geld eine große Rolle im Studium spielt und das nervt mich sehr. Wissen sollte umsonst sein, so auch die Mutter von Vanessa aus Gossip Girl. Das hat ziemlich gepasst, als ich mir die Folge vorhin angeschaut hab’. Wäre das Geld nicht, hätte ich keinerlei Schwierigkeiten mich zu entscheiden. Argh. Das Gute an dieser Messe war, dass ich nun endlich sicher bin, in den Bereich des Designs zu gehen. Habe bisher immer ein kleines bisschen daran gezweifelt, etwas aus mir machen zu können. Allein die Anforderungen, die zur Bewerbung gestellt werden, sind ja schon heftig, aber durch Ermutigungen von Freunden und anderen Personen habe ich endlich zu meinem Weg gefunden. Ich bin ein wenig froh, dass ich das von mir behaupten kann.

Ein weiterer Auftrag, den ich zu erledigen hatte, waren die Konfirmationsbilder, die nun endlich fertig sind. Durch Klausuren und Referate kam ich bisher immer nur abschnittsweise dazu, diese zu bearbeiten, aber jetzt, da alles soweit gelaufen ist, habe ich es endlich geschafft, die Foto’s fertig zu machen. Mein erster Fotografie-Auftrag, quasi. Bisher hab’ ich immer nur inoffiziell fotografiert. Hihi! Geld wird damit auch verdient, aber das ist mir nicht so wichtig. Ich hoffe, ich komme langsam dazu, etwas für meine Zukunft zu machen.
Zum Thema Zukunft nochmal ein Appell an euch: Ich brauche immer noch Menschen für die Umfrage meiner Seminararbeit. Wer würde sich dafür denn bereit erklären? Ihr werdet über keine persönlichen Details ausgefragt. Ihr müsst lediglich ein paar Fragen über euren Charakter ausfüllen, natürlich anonym, und Bilder nach ihrem Empathie Grad ordnen. Interesse? E-Mail an: ame{at}churchiesla{dot}net, am besten mit dem Betreff Seminarumfrage Empathie.

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