Kennt ihr diese Textzeile? Sie ist aus dem Song You’ve Got The Love von Florence + the Machine. Ich hab’ mich gestern in ihre Musik verliebt.
Das passiert so, aber das ist nicht der Grund, warum ich diesen Eintrag schreibe. Ihr müsst wissen, dass die Tage gestern und heute wieder wunderbar waren.
Mein Freund war hier, wir haben geredet und hatten aber leider die eine Stunde, in der fast kein Wort geredet wurde. Ich habe einen riesigen Fehler begangen und ab diesem Moment habe ich das Wort Liebe ganz anders betrachtet. Ich küsse nun ganz anders, ich umschlinge meinen Michi ganz anders und ich weiß, ihr findet das jetzt alle lächerlich. But I don’t care. Die Küsse, die er mir gibt, fühle ich bis in meinen Bauch, die Küsse, die von mir gegeben werden, versuche ich bis in seinen Bauch zu spüren. Ich gehe die Sache ganz anders an. Ihr müsstet meine Gedanken kennen, dass ihr mich verstehen könnt. Die gebe ich allerdings niemals her, genauso wenig wie mein Gehirn. Danke, Michi.
Was mich in letzter Zeit noch so beschäftigt sind meine Kommentatoren. Es gibt jene, die nur deshalb Kommentare schreiben, weil sie Langeweile haben oder auf meinen Kommentar antworten möchten. Und dann gibt es noch diejenigen, die ich übrigens mehr bevorzuge, weil sie sich meine Einträge und somit meine Gedanken zu Herzen nehmen und ihre eigene Meinung dazu verfassen – dafür ist die Kommentarfunktion nämlich auch da. Ich weiß selbst, dass ich manchmal total oberflächlich über einen Blogeintrag gehe und mir nur denke, wann das denn endlich aufhört. Ich bin selbst ein schlechter Mensch und möchte mich ungern selbst loben für etwas, das ich nicht tue. Ich bin oft erstaunt von Artikeln, die mich sogar zum Weinen bringen, auch wenn sie von Menschen geschrieben sind, die ich persönlich nicht kenne – vielleicht aber bald kennenlernen werde. Manchmal glaube ich, dass es diejenigen auch nur machen, weil ich es genauso mache. Es tut mir Leid. Ich möchte gerne etwas detailgetreuer sein, mein Kurzzeitgedächtnis einfach einmal vergessen oder gleich aus meinem Hirn bannen und in eine andere Hülle schlüpfen. Diese Gedanken beschäftigen mich solange, bis ich auf den Entschluss komme, dass was verändert werden sollte. Es wird aber trotzdem nicht passieren, das weiß ich jetzt schon. Was mich noch beschäftigt: Ich habe teilweise auch Angst davor, diese Leute zu treffen, die mich nur aus dem Internet kennen. Ich glaube manchmal, dass ich mir dort ganz anders preisgebe, als ich es wirklich bin. Ich bin keineswegs direkt, selbstbewusst oder wortgewandt. Ich verwende meine eigenen Wortkreationen, versuche mich trotzdem passend auszudrücken. Manchmal weiß ich nicht, was ich sage, weiß nicht, welches Wort ich für jenen Satz verwenden soll, weil ich dessen Bedeutung nicht einmal weiß. Ich bin schüchtern, nur gewisse Menschen wissen, dass ich es eigentlich nicht bin. Es sind diejenigen, vor denen ich das Gefühl habe, dass ich so sein kann, wie ich bin. Seltsam, oder? Wenn ihr euch über ICQ mit mir unterhaltet, bin ich ganz anders als ich es in echt bin. Ich nütze ICQ zu meinem Vorteil, weil ich dort überlegen kann, was ich sage. In persönlichen Unterhaltungen kann ich das nicht und das ist mein Problem, teilweise. Wenn, dann überlege ich zu viel, denke zu viel nach, was passieren könnte, wenn ich diese Antwort oder jene gebe. Verblüfft bin ich oft von mir selbst und auch teilweise total sauer. Warum? Na, weil mein Körper und mein Mund nicht so handeln, wie mein Herz es gerne haben möchte. Ich habe mich oft nicht mehr unter Kontrolle und vermiese so ziemlich jedes gute Gespräch. Und jetzt, wenn ich so über mich schreibe, denke ich wieder viel zu viel und weiß dann nicht einmal mehr, was ich schreiben sollte. Ich möchte hier gerne alles über mein Leben schreiben können, ohne Bedenken zu haben, dass irgendein Bekannter mitliest. Das geht nicht, also lass’ ichs. Ist okay. Und zum Schluss möchte ich euch sagen, dass ich die Musik und den Musikgeschmack meines Vaters total mag. Ich weiß, ihr findet das alles wahrscheinlich total öde.